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Interkulturelle UnterschiedeTypisch Japanisch: Umgangsformen und Mentalität richtig verstehen

Für das deutsche Handwerk ist Japan ein spannender Markt. Die Japaner schätzen Qualität, Zuverlässigkeit und Präzision – Werte, für die deutsche Handwerksbetriebe weltweit bekannt sind. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie in Japan kulturell souverän auftreten und Fehltritte vermeiden.



 Dos und Don'ts in Japan

Wer neben der fachlichen Kompetenz auch das kulturelle Know-How mitbringt, ist für Gespräche mit potenziellen japanischen Geschäftspartnern bestens vorbereitet.

Um Fettnäpfchen oder grobe Fauxpas zu vermeiden, haben wir einige Dos und Don'ts, die Sie in Japan beachten sollten, zusammengestellt.

 

Das wird in Japan positiv bewertet

Verspätungen gelten in Japan als große Unannehmlichkeit und werden als mangelnde Disziplin gedeutet. Hier können Sie mit der deutschen Pünktlichkeit glänzen. Sogar die japanischen Verkehrsmittel sind für ihre zuverlässige Pünktlichkeit bekannt (hier sind uns die Japaner also  überlegen).
Visitenkarten werden mit beiden Händen übergeben, verbunden mit einer leichten Verbeugung. Schauen Sie sich die Visitenkarte Ihres Gegenübers aufmerksam an, bevor Sie diese voreilig verstauen. Der Respekt, mit dem Sie die Visitenkarte behandeln, spiegelt den Respekt gegenüber Ihrem Gesprächspartner wider.  
Respekt gegenüber Älteren und Vorgesetzten ist ein wichtiger Bestandteil der japanischen Arbeitskultur. Treten Sie in Gesprächen mit potenziellen Geschäftspartnern stets formell und höflich auf.
Die Japaner haben meist grundlegende Englischkenntnisse, sind mit diesen aber manchmal etwas zurückhaltend. Zudem spiegelt sich der Stellenwert von Höflichkeit in der japanischen Gesellschaft auch in der Sprache wider. So gibt es beispielsweise mehrere Stufen, in welchen „vielen Dank“ ausgedrückt werden kann. Wer in Verhandlungen glänzen will, kann sich die formelle Höflichkeitsform ありがとうございます(ausgesprochen „arigatō gozaimasu“) merken.
Mit Geschenken wie regionalen Spezialitäten können Sie gut punkten. Dabei wird eine schöne Verpackung besonders geschätzt.
 


Das sollten Sie in Japan vermeiden

Auch wenn in internationalen Unternehmen das Händeschütteln nicht fremd ist, sind Verbeugungen in Japan Tradition und werden überwiegend zur Begrüßung und Verabschiedung genutzt. Wenn Sie sich unsicher sind, warten Sie ab, ob Ihr Gegenüber einen Handschlag initiiert.
Vermeiden Sie Themen bezüglich Karriere und Selbstdarstellung. Da in Japan die Teamorientierung eine zentrale Rolle spielt, kann dies schnell als unsympathisch oder egoistisch wahrgenommen werden.
In Japan gilt es als unhöflich, sich in den Vordergrund zu stellen. Sowohl im Gespräch als auch physisch ist es in der japanischen Kultur üblich, nicht zu viel Raum einzunehmen. Besonders gegenüber der Führungsebene oder Älteren wird so Respekt erwiesen.
Gruppenbedürfnisse werden individuellen Interessen übergeordnet. Das spiegelt sich auch in Entscheidungsprozessen wider. Diese werden gemeinsam getroffen, da der Gruppenkonsens die Grundlage für eine harmonische Zusammenarbeit bildet. Wer auf wichtige Antworten wartet, muss Geduld mitbringen.
Weil Kritik und Konfrontation gerne gemieden werden, sind die Japaner für ihren indirekten Kommunikationsstil bekannt. Formulieren Sie Kritik besser indirekt in Form von Fragen oder Vorschlägen.
 




 Wir unterstützen Sie

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KD Busch

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