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Freihandelsabkommen EU - SüdamerikaBedeutung des Mercosur-Abkommens für die Wirtschaft

Die Europäische Union und die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay haben ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet und damit eine der weltweit größten Freihandelszonen geschaffen. Mit dem Abkommen sollen die wirtschaftlichen, diplomatischen und geopolitischen Beziehungen gestärkt werden. 



 Was ist das Mercosur-Abkommen?

Beim Mercosur-Abkommen handelt sich um ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und der südamerikanischen Wirtschaftsorganisation Mercosur. Vier der sechs Mercosur-Staaten sind Teil des Abkommens: Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.

Das Abkommen umfasst einen Markt mit rund 700 Millionen Menschen und ist damit eine der  größten Freihandelszonen der Welt. Es gilt als starkes geopolitisches Signal und unterstreicht den Wert von Zusammenarbeit, Dialog und internationalen Partnerschaften. 

In der EU soll die Vereinbarung eine Vielzahl wirtschaftlicher Chancen eröffnen. Dazu gehören

  • die Abschaffung von Zöllen auf EU-Exporte, darunter Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse sowie wichtige Industrieprodukte wie Autos, Maschinen und Arzneimittel
  • Investitionen in wichtige Lieferketten, darunter kritische Rohstoffe und damit verbundene Güter, die einfacher, schneller und sicherer werden

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 Aktuelle Handelsbeziehungen EU – Mercosur

Die EU ist für die Mercosur-Staaten nach China der zweitwichtigste Partner im Warenhandel. Umgekehrt zählt der Mercosur zu den zehn größten Handelspartnern der EU. Mehr als 80 Prozent des Handelsvolumens entfallen dabei auf die Geschäfte zwischen der EU und Brasilien. Laut Europäischer Kommission sind etwa 750.000 Arbeitsplätze in der EU vom Handel mit dem Mercosur abhängig.

Zu den zentralen Exportwaren der EU gehören Maschinen und technische Ausrüstungen, Fahrzeuge sowie chemische und pharmazeutische Erzeugnisse. Im Gegenzug importiert die EU vor allem landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe.





 Auswirkungen des Abkommens auf den Handel

Die Europäische Kommission schätzt, dass das Abkommen Unternehmen in der gesamten EU neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen und zu einem Anstieg der jährlichen Exporte in den Mercosur um 39 Prozent (im Wert von rund 49 Milliarden Euro) führen wird. Gleichzeitig könnten Hunderttausende von Arbeitsplätzen in der EU gesichert werden und EU-Unternehmen jährlich Zölle im Wert von 4 Milliarden Euro einsparen. 



 Prüfung durch den EuGH

Kurz nach der Unterzeichnung des EU-Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Staaten hat das Europäische Parlament beschlossen, die Vereinbarung vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) überprüfen zu lassen. Bis der EuGH zu einem Ergebnis kommt, können jedoch Jahre vergehen. Möglich wäre theoretisch, dass das Handelsabkommen trotz Prüfung vorläufig in Kraft tritt, wenn die Europäische Kommission eine entsprechende Entscheidung trifft (Stand 21.1.2026).

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17. bis 23. Mai 2026 

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Adele Barnau

Außenwirtschaftsberaterin

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