LieferkettenDigitaler Produktpass: Zentrales Register gestartet
Der digitale Produktpass (DPP) soll ab 2027 schrittweise für unterschiedliche Produktkategorien EU-weit eingeführt werden. Dadurch soll die Transparenz und Nachhaltigkeit entlang des gesamten Lebenszyklus' eines Produkts gefördert werden.
Was ist der digitale Produktpass?
Der digitale Produktpass (DPP) sammelt und teilt umfassende Informationen über die Herkunft, Wiederverwendungsmöglichkeiten, Gebrauchsanweisungen oder die Einhaltung von Vorschriften. Allen Beteiligten soll es damit erleichtert werden, von Rohstoffproduzenten bis hin zu Konsumenten, fundierte Entscheidungen zu treffen und nachhaltige Praktiken zu unterstützen.
Zentrales DPP-Register & Produktgruppen
Am 20. Juli 2026 hat die Europäische Kommission das Register für den digitalen Produktpass (DPP) gestartet.
Derzeit läuft eine Testphase, die dazu beitragen soll, eine reibungslose Einführung vor Ablauf der ersten Umsetzungsfrist am 18. Februar 2027 zu gewährleisten. Ab diesem Zeitpunkt wird der Batteriepass für bestimmte Batteriekategorien, die in der EU in Verkehr gebracht werden, verbindlich vorgeschrieben.
Dazu gehören unter anderem Elektrofahrzeugbatterien, LMT-Batterien (E-Bikes, E-Scooter) und Industriebatterien > 2 kW.
Europäische Kommission: Batterien
Weitere von der EU-Kommission priorisierte Produktgruppen, für die der digitale Produktpass in den nächsten Jahren verpflichtend werden soll, sind unter anderem:
- Textilien und Bekleidung
- Bauprodukte
- Möbel
- Matratzen
- Reifen
Außerdem wird auch Eisen, Stahl und Aluminium betroffen sein.
Die konkreten DPP-Anforderungen für diese Produktgruppen müssen noch durch produktspezifische delegierte Rechtsakte festgelegt werden. Die Anforderungen für Bauprodukte sind bereits in der Bauprodukteverordnung zu finden:
Bauprodukte-Verordnung (CPR) – Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU
Technische Unterlagen, Umsetzungsleitfäden, Webinare und die neuesten Informationen stehen auf der neuen DPP-Website zur Verfügung. Zudem wurde ein spezieller Helpdesk eingerichtet, der Unternehmen beim gesamten Registrierungsprozess unterstützt.