Polizei - Ausweiskontrolle
Ruediger Kottmann aktiv-panorama.de

Corona: Grenzverkehr in der EU

Aktuelle Ein- und Ausreisebestimmungen für grenzüberschreitende Aufträge

Deutschland

Seit dem 20. März 2020 ist der Grenzübertritt an den Landgrenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz nur noch an bestimmten Grenzübergangsstellen möglich.

 

 

Österreich

Allgemein

Bis voraussichtlich 13. April 2020 gelten landesweit verschärfte Ausgangsbeschränkungen. Die Bevölkerung ist dazu aufgerufen zu Hause zu bleiben. Von der Ausgangsbeschränkung gibt es Ausnahmen: Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, dringend notwendige Besorgungen und Hilfe für andere Menschen.

Privatpersonen, die nach Österreich einreisen wollen, müssen im Rahmen der Kontrolle ein ärztliches Zeugnis (molekularbiologischer Test – nicht älter als vier Tage) vorweisen. Abweichend davon können österreichische Staatsbürger sowie Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich einreisen, wenn sie unverzüglich eine 14-tägige Heimquarantäne antreten. Diese Auflage muss per Unterschrift bestätigt werden.

 

Ausnahme Waren- und gewerblicher Verkehr:

Der Warenverkehr und der gewerbliche Verkehr (ausgenommen gewerblicher Personenverkehr) sowie der Pendler-Berufsverkehr sind von den Kontrollen ausgenommen.

Jedoch empfehlen wir, den Grund des Grenzübertritts, mittels Dokumenten (+) zu belegen. Das Personal (also z.B. Lkw-Fahrer oder entsandte Mitarbeiter) wird Gesundheitskontrollen unterzogen. Es gibt daher auch für den gewerblichen Verkehr zum Teil Wartezeiten von mehreren Stunden.

Aus der Praxis wissen wir, dass an den Grenzkontrollen unterschiedliche Herangehensweisen vollzogen werden. Des Weiteren wissen wir, dass die Einreise nur an bestimmten Grenzen möglich ist.

Offene Grenzübergänge nach Österreich

 

Quarantäne in Tirol, Vorarlberg und Salzburg

Eine besondere Situation ergibt sich für das Bundesland Tirol. Hier wurden für die meisten Gemeinden Ausgangssperren verhängt, erlaubt sind nur noch Einreisen unter der Bedingung, dass es sich um eine „Tätigkeit zur Aufrechterhaltung von kritischer Infrastruktur oder der Versorgungssicherheit“ handelt (im Falle von Handwerksarbeiten also nur Notfalleinsätze). Ansonsten müssen Sie davon ausgehen, dass Ihren Mitarbeitern die Zufahrt nach Tirol als Sperrgebiet bzw. in die einzelnen Gemeinden untersagt wird.

Auch die Arlberg-Region (Lech, Klösterle, Warth, Schröcken) sowie in Salzburg zwei ganze Täler und die Gemeinde Flachau stehen unter Quarantäne. Betroffen sind das Gasteinertal mit den Gemeinden Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein sowie das Großarltal mit den Kommunen Großarl und Hüttschlag.

Bitte informieren Sie sich auf der Website der jeweiligen Gemeinde, in der ihr Auftrag stattfinden sollte, über die aktuelle Situation und die geltende Verordnung und kontaktieren Sie diesbezüglich vorab Ihren Auftraggeber, um sich Informationen aus erster Hand über die Situation vor Ort einzuholen und den Auftrag ggf. zu verschieben.

 

 

Von der Annahme neuer Aufträge in Österreich wird dringend abgeraten.
Laufende Aufträge sind zumeist sehr individuell zu bewerten, bitte rufen Sie uns hierzu an!

 

Weitere Informationen zu Österreich:

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO)

Deutsche Handelskammer in Österreich (AHK)

Schweiz

Die Schweiz führt Grenzkontrollen durch und verweigert allen Personen aus einem Risikoland oder aus einer Risikoregion die Einreise in die Schweiz.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Einreise möglich:

  • Grenzgänger mit Grenzgängerbewilligung (Ausweis G)
  • Personen mit beruflichem Grund, die eine Meldebestätigung haben
  • Nachweisbare Notwendigkeit
  • Gewerblicher Warentransport mit Warenlieferschein

Grenzgänger, die aktuell noch keine physiche Grenzgängerbewilligung zur Einreise in die Schweiz vorweisen können, mögen sich bitte mit dem jeweiligen kantonalen Migrationsamt in Verbindung setzten.

 

Meldebestimmungen geändert

Selbstständige Dienstleistungserbringer oder entsandte Arbeitnehmer aller Branchen und Erwerbstätigkeiten müssen bereits ab dem ersten Tag bereits bei der Grenzkontrolle eine Meldebestätigung vorweisen.
 

! Bitte beachten Sie hierzu !

  • Die Meldung muss wie gewohnt spätestens 8 Tage vor Entsendung erfolgen
    ABER
  • Die Regelung der 8 meldefreien Tage, die für einige Gewerke (z.B. Fotografen) galt, wurde bis auf weiteres für ungültig erklärt.

Zudem werden generell nur noch Entsendemeldungen für systemerhaltende Dienstleistungen bestätigt. Hierzu zählen die Bereiche Heilmittel und Pflege, Lebensmittel, Energie, Logistik sowie Informations- und Kommunikationstechnologie. Außerhalb dieser Bereiche werden Meldungen nicht mehr bearbeitet.

Für reine Warenlieferungen wird keine Meldebestätigung verlangt. Führen allerdings 2 Personen den Auftrag aus, muss für eine der beiden Personen eine Meldung gemacht werden. Da diese aktuell bearbeitet und somit nie bestätigt werden würde, können Lieferungen nur noch alleine ausgeführt werden.

 

 

Aufträge in der Schweiz sind fe facto nicht mehr durchführbar. Von der Annahme neuer Aufträge in der Schweiz wird dringend abgeraten.
Laufende Aufträge sind zumeist sehr individuell zu bewerten, bitte rufen Sie uns hierzu an!

 

Weitere Informationen zur Schweiz:

AHK Schweiz

 

Weitere Informationen zum Meldeverfahren:

Migrationsamt Schweiz



Frankreich

Bis vorerst 23. Mai herrscht in Frankreich der gesundheitliche Notstand. Bis vorerst 6. April gelten Ausgangsbeschränkungen.

Ausgenommen hiervon sind:

  • Arbeitsweg (sofern Tele-Arbeit nicht möglich), auch Grenz-Pendler
  • Einkäufe für notwendige Lebensmittel
  • Wege für medizinische Versorgung
  • Wege für Versorgung und Aufsicht von Kindern und vulnerablen Personen unter strikter Wahrung von Distanz und Hygiene-Etikette
  • Individuelles Ausüben von Bewegung/Sport in Nähe des Wohnorts unter strikter Vermeidung von Personenansammlungen

 

Ausnahme Güterverkehr

Für den Güterverkehr gibt es bisher keine Einschränkungen, allerdings müssen Frachtführer mit Gesundheitskontrollen rechnen. Es wurden Schnellfahrspuren für den Güterverkehr eingerichtet. LKWs mit dringend notwendigen Güterladungen werden nach Maßgabe der Grenzpolizei u.U.  vorgezogen.

Offene Grenzübergänge nach Frankreich

Bis 20. April gelten folgende Regeln für Güterverkehr:

  • Sonntag-/Wochenend-Fahrverbot für LKWs aller Gewichtsklassen
  • abgelaufenen technischen Prüfplakette: Toleranz von 15 Tagen
  • Tagesfahrzeit 10 Stunden/Tag oder 11 Stunden 2x die Woche. 60 Stunden/Woche und 102 Stunden während zwei Wochen hintereinander.

 

Nur noch systemrelevante Arbeiten und Notfälle

Es dürfen nur noch Fahrten/Einsätze für Notfälle und systemrelevante Arbeiten durchgeführt werden. Deutsche Unternehmer und Handwerker dürfen nur unter dieser Maßgabe in Frankreich arbeiten und Auslieferungen tätigen. Auch sind bei diesen Arbeiten besondere Distanz-, Hygiene- und Barrierregeln einzuhalten, die auch kontrolliert werden. Bei Verstößen drohen hohe Strafen. 

Unsere und die Experten der HWK Freiburg raten aktuell von Auslandsaufträgen in Frankreich ab.

 

Mitzuführende Dokumente

Bei Bewegungen im öffentlichen Raum muss sich jeder UNBEDINGT  und IMMER mittels „Passierschein“  ausweisen. Dieser „Passierschein“ gilt offiziell immer nur für 1 Tag und ist individuell ausgedruckt auszufüllen.

Passierschein



Für Arbeitnehmer, die sich zum Beispiel auf Baustellen aufhalten, gilt eine ebenso unbedingte Arbeitgeberbescheinigung (JUSTIFICATIF DE DÉPLACEMENT PROFESSIONNEL). Das Dokument gilt bis auf Widerruf für die gesamte Dauer des sanitären Notstandes.

Arbeitgeberbescheinigung



Diese Dokumente sind individuell auszufüllen und stets ausgedruckt mit einem Ausweis, ID-Karte oder Reisepass bei sich zu führen. Individuelle Bewegungen werden polizeilich kontrolliert und sanktioniert.  Bei Vergehen werden Strafen von bis zu 135 Euro bzw. bei Wiederholung bis 3.700 Euro verhängt.

Als Nachweis sind nur die  offiziellen Dokumente des Innenministeriums oder eine eidesstattliche Erklärung auf Normalpapier in französischer Sprache. 

 

 

Von der Annahme neuer Aufträge in Frankreich wird dringend abgeraten.
Laufende Aufträge sind zumeist sehr individuell zu bewerten, bitte rufen Sie uns hierzu an!

 

Weitere Informationen zu Frankreich:

Französische Regierung

WKO





Luxemburg

Alle Baustellen in Luxemburg sind seit 20. März, 17:00 Uhr geschlossen. Handwerkliche Tätigkeiten jeglicher Art können demnach nur noch in der eigenen Werkstatt ausgeführt werden. 

 

 

Ausandsaufträge in Luxemburg sind derzeit de facto nicht durchführbar.
Zum weiteren Vorgehen beraten wir Sie gerne.

 

Weitere Informationen zu Luxemburg:

Handwerkskammer des Großherzogtums Luxemburg.

 

 

Belgien

In Belgien gilt bis vorläufig 05.04. eine Ausgangssperre. Grenzüberschreitende Reisen (Autofahrten, Bahnfahrten, Flüge und Schiffsreisen) sind nur mehr bei äußerster Notwendigkeit gestattet. An den Grenzen werden Kontrollen durchgeführt, um z.B. touristische Reisen zu unterbinden.

Der Güterverkehr bleibt von dieser Regelung unberührt. 

Grenzgänger dürfen weiter arbeiten, im Rahmen der auferlegten Maßnahmen.

Zu Reparaturen finden sich folgende Informationen:

  • Alle dringenden Reparaturen dürfen durchgeführt werden. Klempner, Autowerkstätten und Telekom-Anbieter dürfen Reparaturen durchführen.
  • Installationstechniker für Alarm- und Kamerasysteme dürfen nur noch dringende Wartungs- und Reparaturarbeiten vornehmen.

 

 

Weitere Informationen zum Reisen nach und von Belgien aus:

Deutsche Botschaft Brüssel

 

Häufige Fragen dazu, was in Belgien erlaubt ist, und was nicht:

Belgisches Gesundheitsministerium





Niederlande

Allgemein

Nach aktuellem Stand (Mittwoch, 18. März, 11.00 Uhr) ist die niederländische Grenze für Waren- und Lieferverkehr uneingeschränkt offen. Auch Bau- und Montagearbeiten dürfen noch ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Prinzipiell können Projekte (Baustellen, Montagen) in den Niederlanden weiterlaufen und es kann gearbeitet werden.

Es ist jedoch auf folgendes zu achten:

  • Mindestens einmal täglich Reinigung von Toiletten, Türgriffen und Apparaten, die von mehreren Personen verwendet werden.
  • Hände mehrmals täglich waschen
  • So wenig wie möglich ins Gesicht fassen
  • Ausreichend Wasser, Seife und Papierhandtücher vorhalten.
  • Mitarbeiter in Pausen-Gruppen aufteilen, Abstand halten
  • Arbeitsweg wenn möglich allein und mit individuellem Fahrzeug
  • Gleiche Teams auf gleichen Baustellen einsetzen.
  • Bei grippeähnlichen Beschwerden darf der Mitarbeiter nicht auf der Baustelle erscheinen.
  • Kontakte mit externen Parteien einschränken, Lieferanten außerhalb der Baustelle liefern lassen, telefonische Besprechungen abhalten, Arbeitszeiten entsprechend anpassen
  • Abstand von mindestens 2 Metern einhalten. Ist dies arbeitstechnisch nicht ausführbar, wird das Tragen einer FFP2 Maske empfohlen. Diese sind allerdings bereits im Gesundheitswesen knapp.
  • Spezielle Handschuhe werden aufgrund der Übertragungsgefahr bei längerem Tragen nicht empfohlen (Hände werden regelmäßig gewaschen). 
  • Bei kürzeren und riskanteren Tätigkeiten (z B. Durchgeben/Weiterreichen von Gegenständen) kann die Verwendung von virendichten Einweghandschuhen erwogen werden. Diese sind allerdings bereits im Gesundheitswesen knapp.
  • Häufiges Händewaschen bleibt unerlässlich!

 

Praktische Umsetzung

In der Praxis erfahren wir, dass niederländische Unternehmen vermehrt Besuche/den Zugang von externen Parteien unterbinden um die Ansteckungsgefahr so klein wie möglich zu halten. Bei Aufträgen im B2B-Bereich ist es daher ratsam, sich genau nach den Vorgaben des Auftraggebers, bzw. Ausführungsorts zu informieren. Diese werden ebenfalls oft kurzfristig angepasst.

  

 

 

Weitere Informationen zu den Niederlanden:

WKO.at

 

Die Deutsch-Niederländische Außenhandelskammer hat eine Website mit weiteren Informationen zur Corona-Situation eingerichtet.

 

Task Force NRW-NL-BE: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gegen Corona.

Dänemark

Dienstleistungen - mitzuführende Dokumente

  • Stichhaltige Begründung der Einreise. Der Einreisegrund wird von den Kontrollbehörden an der Grenze individuell beurteilt.
  • RUT-Meldebestätigung
  • Auftragsbestätigung des Auftraggebers

Warenlieferungen sind weiterhin erlaubt.

Transit: Unterbrechung nur an Tankstellen erlaubt

  

 

 

Weitere Informationen zu Dänemark:

AHK Dänemark

Tschechien

Allgemein

Die Tschechische Republik hat am 12. März 2020 für (zunächst) dreißig Tage den Notstand ausgerufen. Seit dem 13. März 2020 um 23.59 Uhr ist die Ein- und Ausreise bis auf wenige Ausnahmen (siehe unten) stark begrenzt und zu weiten Teilen untersagt. Es finden vorübergehend Grenzkontrollen statt.

Die Ein- und Ausreise nach/von Tschechien ist für Ausländer derzeit untersagt. Tschechische Staatsbürger dürfen seit der erlassenen Regelung grundsätzlich nicht mehr nach Deutschland ausreisen.

Sowohl für tschechische als auch für deutsche Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Dienstleistungen und Aufträge im anderen Land in den kommenden Tagen nicht durchführen können. Denn die Mitarbeiterentsendung ist von dieser Regelung betroffen.

Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung, die den ständigen oder vorübergehenden Aufenthalt von mehr als 90 Tagen in Tschechien vorsieht, dürfen auch weiterhin einreisen.

 

Berufspendler: mind. 3 Wochen in Deutschland bleiben

Ab 26. März gilt: Berufspendler aus Tschechien können auch weiterhin nach Deutschland ausreisen und hier arbeiten, sie müssen dann aber mindestens drei Wochen in Deutschland bleiben. Ein regelmäßiges Pendeln über die Grenze lässt diese Regelung nicht mehr zu. Die drei Wochen sind eine Empfehlung der tschechischen Regierung, die Arbeitnehmer können auch länger in Deutschland bleiben. Nach der Rückkehr in die Tschechische Republik müssen sie mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Die Personalien der Pendler werden von der Grenzpolizei erfasst und streng kontrolliert.

Weiterin darf der Arbeitsort nicht weiter als 100 km Luftlinie von der tschechischen Staatgrenze entfernt liegen.

 

Mitzuführende Dokumente

 

Ausnahme gilt für Güterverkehr

Mitzuführende Dokumente

 

Grenzübergänge

Folgende Grenzübergänge von bayerischer Seite sind durchgehend geöffnet:

  • Strážný - Philippsreuth
  • Pomezí nad Ohří - Schirnding
  • Rozvadov-dálnice - Waidhaus
  • Folmava - Furth im Wald/Schafberg
  • Železná Ruda - Bayerisch Eisenstein

Von 05.00 bis 23.00 Uhr geöffnet:

  • Všeruby - Eschlam

Informationen zu den Grenzübergängen finden sie in englischer Sprache hier. Für die kommende Zeit ist aufgrund der Kontrollen mit erheblichen Verzögerungen und langen Wartezeiten zu rechnen.

 

 

Ausandsaufträge in Tschechien sind derzeit de facto nicht durchführbar.
Zum weiteren Vorgehen beraten wir Sie gerne.

 

Weitere Informationen zu Tschechien:

Tschechisches Innenministerium

 






Polen

Allgemein

Bis vorerst 11. April sind die polnischen Grenzen für ausländische Staatsbürger, die einreisen möchten, geschlossen. Nach Polen einreisen dürfen ausländische Staatsbürger, wenn sie Ehegatten oder Kinder polnischer Staatsbürger sind, Diplomaten und LKW- und Busfahrer. Sie, aber auch polnische Staatsbürger, die zurück nach Polen möchten, werden einer 14-tägigen Quarantäne (häuslich; wenn es nicht ausgeführt wird, droht Geldbuße) unterzogen.

 

Ausnahme für Grenzpendler endet am 27. März 2020

Grenzpendler durften bisher zur Arbeit nach Deutschland, ohne bei der Rückreise der Quarantäne unterzogen zu werden. Diese Regelung endet am 27. März, 0:00 Uhr.

Es besteht die Möglichkeit beim zuständigen polnischen Gesundheitsamt eine Bescheinigung für den deutschen Arbeitgeber über die angeordnete Quarantäne zu beantragen.

 

Mitzuführende Dokumente

Alle, die nach Polen einreisen möchten (und dürfen), füllen die Passagierkarte mit Kontaktangaben aus. Das gilt bis 27. März auch für die Grenzpendler (jeden Tag).

Bis jetzt gibt es kein einheitliches Formular für die Bescheinigung des Arbeitgebers als Nachweis, dass das Überqueren der Grenze notwendig ist. Wir gehen davon aus, dass zunächst die Vorlage des Arbeitsvertrags ausreicht.

 

 

Ausandsaufträge in Polen sind derzeit de facto nicht durchführbar.
Zum weiteren Vorgehen beraten wir Sie gerne.

 

Details und Informationen zu Grenzübergängen:

Website der Polnischen Regierung

Italien

In Italien gilt aktuell eine Notfallverordnung. Das gesamte Staatsgebiet ist außerdem als Corona-Risikogebiet ausgewiesen.

 

Produktionsstopp

Italien hat den Stopp der Produktionsaktivitäten in allen nicht lebensnotwendigen Betrieben angeordnet. Landesweit muss jegliche Produktion eingestellt werden, die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend, unverzichtbar ist, um grundlegende Waren und Dienstleistungen sicherzustellen. Aktivitäten von Anlagen mit kontinuierlichem Produktionszyklus sind nur nach vorheriger Meldung an den Provinzpräfekten zulässig.

Betroffen von den erlassenen Dekreten sind vor allem auch die metallverarbeitende Industrie und damit zusammenhängende Branchen, wie die Produktionsfirmen die als Zulieferer im Automotivebereich (z.b. Automobilkomponentenbauer) bzw. der Metallverarbeitenden Industrie fungieren.

 

Nur noch systemrelevante Arbeitseinsätze

Personen dürfen Italien nur mehr aus triftigen nachweislichen Gründen betreten, verlassen oder sich innerhalb des Staatsgebiets bewegen. Bis auf weiteres bestätigen die italienischen Behörden, dass Fahrten aus beruflichen Gründen erlaubt sind. Dies gilt auch für grenzüberschreitende Transporte sowie grenzüberschreitende Arbeitseinsätze.

Zulässig sind:

  • Tätigkeiten, die der Erbringung gemeinnütziger Dienstleistungen dienen
  • Jede Aktivität, die in jedem Fall zur Bewältigung des Notfalls funktionell ist
    • Reparatur, Wartung und Installation von Maschinen und Geräten
    • Tiefbau
  • Arbeitseinsätze sind zeitlich begrenzt auf 72 Stunden (die bei Notwendigkeit um 48 Stunden verlängert werden können).

 

Mitzuführende Dokumente

Das entsandte Personal muss

  • eine Eigenerklärung in italienischer Sprache über den Grund der Reise mit sich führen, in Südtirol kann eine deutsche Version verwendet werden. Ortswechsel sind zu vermeiden.
  • Zudem eine Erklärung des Arbeitgebers, warum die Arbeiten "unaufschiebbar" sind - zumindest auf Englisch, besser auf Italienisch.
  • Außerdem wird eine -Bescheinigung des Kunden verlangt, dass alle Hygiene- und Sicherheits-Standards eingehalten werden und dass keine Gefährdung des Mitarbeiters besteht.

Italienische Polizeikräfte sind befugt, Personen anzuhalten und nach dem Grund ihrer Reise zu befragen bzw. die Eigenerklärung zu verlangen. Laut behördlicher Auskunft ist eine zusätzliche Erklärung durch den italienischen Auftraggeber über die Notwendigkeit des Arbeitseinsatzes in Italien im Falle von Kontrollen hilfreich.

Viele Grenzübergangsstellen zwischen Österreich und Italien sind gesperrt.
Liste der gesperrten Übergänge

 

 

Von der Annahme neuer Aufträge in Italien wird dringend abgeraten.
Laufende Aufträge sind zumeist sehr individuell zu bewerten, bitte rufen Sie uns hierzu an!



Weitere Informationen zu Italien:

Wirtschaftskammer Österreich

Außenhandelskammer Italien



Spanien

Allgemein

Es gilt grundsätzlich seit 16.3.2020 eine generelle Ausgangssperre. Ausgenommen davon sind Wege zur Arbeit, zur ärztlichen Versorgung und für den Einkauf. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von den Sicherheitsbehörden kontrolliert, Verstöße können mit Geld- oder Freiheitsstrafen belegt werden.

 

Grenzverkehr

Seit 17.3.2020 gibt es Grenzkontrollen an den Landgrenzen. Nur spanische Staatsbürger, in Spanien ansässige Personen, Grenzgänger und diejenigen, die einen Nachweis erbringen, dass es sich um höhere Gewalt oder eine Notlage handelt, dürfen auf dem Landweg in das Staatsgebiet einreisen.
Bislang erstrecken sich die Einreisebeschränkungen noch nicht generell auf den Luft- und Seeverkehr. Die Schließung aller Luft- und Seegrenzen wird derzeit jedoch nicht ausgeschlossen.

 

Balearen und Kanaren

Die Flughäfen sind gesperrt, es sind weder kommerzielle noch private Flüge mehr erlaubt, außer für die Rückkehr von Ansässigen und in bestimmten Ausnahmefällen, wie zum Beispiel bei medizinischen Notfällen, sowie für Transporte zur Versorgung der Inseln.
Der Schiffsverkehr mit den Balearen steht ausschließlich für den Güterverkehr zur Verfügung, mit Ausnahme von drei täglichen Fähren zwischen Ibiza und Formentera. Privatboote werden nicht mehr in den Häfen zugelassen.
Der Schiffsverkehr mit den Kanarischen Inseln beschränkt sich auf den Güterverkehr.

 

 

Auslandsaufträge in Spanien sind de facto nicht mehr möglich.
Zum weiteren Vorgehen beraten wir Sie gerne.

 

Weitere Informationen zu Spanien:

WKO.at

 

 

Ungarn

Es gilt ein komplettes Einreiseverbot für Ausländer. Ein- und Ausreisen von ungarischen Staatsbürgern sind weiterhin möglich.

 

Ausnahme Güterverkehr

Der Güterverkehr ist ausdrücklich nicht vom Einreiseverbot betroffen.

Erlaubt:

  • Ausländische Fahrer ohne Symptome einer Infektion
  • Lieferungen aus Risikogebieten (derzeit China, Italien, Südkorea, Iran und Israel) mit Lieferziel in Ungarn nach 14 Tagen in Quarantäne
  • Ungarische Fahrer aus Risikogebieten kommend ohne Symptome können unter Einhaltung bestimmter gesundheitlicher Auflagen auch vorzeitig wieder die Arbeit aufnehmen

Zur Sicherung der Warenversorgung ist das Wochenendfahrverbot für LKW bis auf weiteres ausgesetzt.

Bis 19. April werden die zulässigen Lenkzeiten verlängert:

  • max. 11 h/Tag, 65 h/Woche
  • Lenkpausen alle 5,5 h

 

Transit

Für den Transit sind obligatorische Durchreiserouten und Tankstellen festgelegt. Lieferungen aus Risikogebieten (derzeit China, Italien, Südkorea, Iran und Israel) dürfen zum Transit die Grenze passieren.



Es ist mit längeren Wartezeiten an den Grenzübergängen zu rechnen.

Weitere Informationen zu Ungarn:

AHK Ungarn