Frankreich Entsendung
Handwerk International

Entsendung von Mitarbeitern bei Bau- und Montageleistungen nach Frankreich

Wir geben einen Überblick über Meldepflichten, mitzuführende Unterlagen und andere wesentliche Punkte, die bei der Entsendung nach Frankreich zu beachten sind.

Gerne beraten wir Handwerksbetriebe aus Baden-Württemberg individuell und kostenlos zu den Bestimmungen ihres spezifischen Bau- und Montageauftrags in Frankreich.

Wir freuen uns über Ihren Anruf!
0711 1657-444





 Meldepflicht: Muss ich meine Dienstleistung in Frankreich anmelden?

Wie in Deutschland auch sind einige Dienstleistungen bei der regionalen Handwerkskammer am Leistungsort in Frankreich vor Beginn der Leistung, spätestens am ersten Tag, anzumelden.

In Frankreich sind Leistungen wie Wartungs- und Reparaturleistungen an Maschinen und Anlagen oder im Bereich Gas, Wasser, Heizung, Klima, Photovoltaik bei der regional zuständigen Handwerkskammer "Chambre de Métier" verbindlich formell  im Vorfeld oder am ersten Tag der Leistung anzumelden.



 Wo mache ich die Entsendemeldung meiner Mitarbeiter in Frankreich? - SIPSI

Die Entsendmeldung wird über das Online-Portal SIPSI vorgenommen. Meldepflichtig ist jede Art von Leistung, die von Mitarbeitern entsendet werden. Zu beachten sind für die Dauer der Leistungen gesetzlich verbindliche Arbeitszeiten und Tariflöhne.  



Unterlagen: Welche Dokumente und Nachweise sind bei der Entsendung nach Frankreich mitzuführen?

  • EU-Bescheinigung
  • A1 pro Mitarbeiter
  • SIPSI-Meldung und Carte BTP (Bau- und Ausbau)
  • Ausweis
  • Auftrag in französischer Sprache
  • Bei Kontrollen: Einsicht in Arbeitsvertrag und Entlohnung in Deutschland
  • Arbeitszeitrapporte
  • Arbeitsmedizinischer Attest pro Mitarbeiter



 Gibt es Besonderheiten für regulierte Gewerke (u.a. Elektro, Sanitär, Heizung, Klima) in Frankreich?

Wie in Deutschland auch sind einige Dienstleistungen bei der regionalen Handwerkskammer am Leistungsort in Frankreich vor Beginn der Leistung, spätestens am ersten Tag, anzmelden.

In Frankreich sind Leistungen wie Wartungs- und Reparaturleistungen an Maschinen und Anlagen oder im Bereich Gas, Wasser, Heizung, Klima, Photovoltaik bei der regional zuständigen Handwerkskammer "Chambre de Métiers" verbindlich formell  im Vorfeld oder am ersten Tag der Leistung anzumelden.



Gibt es besondere Bestimmungen für den Bausektor in Frankreich? – Carte BTB und R.C. Décennale

In Frankreich wurde 2017 gesetzlich verbindlich ein Handwerkerausweis eingeführt.
Auch Mitarbeiter ausländischer Unternehmen sind verpflichtet für die Dauer der Leistungen in Frankreich den Ausweis mitzuführen.
Die kostenpflichtige Carte BTP müssen Sie im Vorfeld beantragen.

R.C. Decennal: Deckung von Gewährleistungesansprüchen bei der Herstellung von Gebäuden und Leistungen an Gebäuden
In Frankreich ist für spezielle Leistungen an Gebäuden (Herstellung von Gebäuden, Zimmer- , Rohrleitungen, Elektroleistungen und ähnliche Arbeiten) die R.C. Décennale, eine Pflichtversicherung, die eventuelle Gewährleistungsansprüche des Bauherrn abdeckt, zwingend im Vorfeld definierter Leistungen durch das Unternehmen abzuschliessen, das die Leistung erbringt. Gesetzlich verankert am 4.1.1978 (Loi Spinetta).
Es gibt unterschiedliche Gewährleistungspolicen, von der Abnahme bis hin zur Deckung von 10-Jährigen Gewährleistungsansprüchen.
Ihre deutsche Haftpflicht deckt die Gewährleistungsansprüche nicht in der in Frankreich definierten Form, weshalb in das Angebot an den Kunden erhebliche Mehrkosten einberechnet werden müssen. Wenn Sie Leistungen in diesem Bereich haben, kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.





 Muss ich mich in Frankreich umsatzsteuerlich registrieren?

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich auf das Leistungsort-Prinzip geeinigt. So auch in der Umsatzsteuer.
Es gilt: Mehrwertsteuer aus Leistungen werden am Ort der Leistung an die zuständige Finanzbehörde abgeführt.

Bei Leistungen zwischen Unternehmen kann die Umkehr der Steuerschuld angewendet werden, wenn in der Rechnung die Umsatzsteuer-Identnummer des französischen Auftraggebers explizit genannt wird. In diesem Fall führt der französische Kunde die Umsatzsteuer ab.

Ist Ihr Kunde ein Privatkunde, sind Sie verpflichtet sich in Frankreich umsatzsteuerlich zu registrieren. Dies gilt auch, wenn Ihr Kunde seinen Wohnsitz in Deutschland hat und er sie mit zum Beispiel Renovierungsarbeiten an seinem Ferienhaus in Frankreich beauftragt.
Auch hier können Mehrkosten für den Kunden entstehen, wenn Sie einen Fiskalvertreter dafür beauftragen.





Gerne beraten wir Handwerksbetriebe aus Baden-Württemberg individuell und kostenlos rund um das Thema Entsendung nach Frankreich!
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