Erfahrungsbericht Go.for.europeAuslandspraktikum in Turku
Teilnehmende geben authentische Einblicke in den Arbeitsalltag ihres Auslandspraktikums: Nina, Selina, Manuel sowie Niklas und Carolyn berichten hier über die Erfahrungen, die sie in Finnland gemacht haben.
Vier Wochen in Finnland
Vier Wochen in einem neuen Land, umgeben von netten Menschen, endlosen Wäldern, bezaubernden Mooslandschaften, dem stillen Meer und einer ruhigen, fast magischen Atmosphäre – das war unser Abenteuer in Finnland. Möglich gemacht hat es Go.for.Europe. Nach einer unkomplizierten Online-Bewerbung und ein paar Wochen Warten wurde unser Traum wahr: Ein Auslandspraktikum in einem Land, das für seine Natur und seine Gelassenheit bekannt ist.
Bevor es losging, traf sich unsere Fünfergruppe zu einem eintägigen Vorbereitungsseminar an der HWK Stuttgart. Dort lernten wir uns zum ersten Mal kennen und erhielten alle wichtigen Informationen zu Flügen, Unterkünften und unseren künftigen Betrieben. Die Vorfreude war groß, aber natürlich auch die Aufregung – vier Wochen im Ausland zu arbeiten war für uns alle etwas völlig Neues.
Kurz darauf ging das Abenteuer los: Von Frankfurt aus flogen wir nach Helsinki und reisten anschließend mit dem Zug weiter nach Turku, wo wir die nächsten vier Wochen leben und arbeiten würden. Bei unserer Ankunft in Helsinki wurden wir herzlich von der Partnerorganisation Nova Talent empfangen und weiter zum nächsten Zug begleitet. Endlich in Turku angekommen, wurden wir hier auch erneut abgeholt und direkt von unseren Tutor*innen zu den Wohnungen gebracht. Alles war bestens organisiert, sodass wir uns schnell zurechtfanden. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite – lange, helle Tage und milde Temperaturen begleiteten uns den Monat über.
Arbeiten in Finnland
Schon am Montag nach unserer Ankunft begann für jeden von uns das Praktikum. Vier von uns arbeiteten als Schreiner*in, einer war im Bereich Heizung und Sanitär tätig. Die Schreiner*innen übernahmen gänzlich unterschiedliche Aufgaben: Eine von uns baute im Betrieb Saunen, die andere fräste Akustik-Paneele, während der nächste täglich auf Montage Küchen einbaute und die letzte beim Innenausbau eines Kreuzfahrtschiffs mitarbeitete – Alles Aufgaben, die uns neue, spannende Einblicke in spezifische Tätigkeitsbereiche und der finnischen Arbeitsweise boten. Auch der Fünfte im Bunde, aus dem Heizungs- und Sanitärbereich, bekam interessante Einblicke, da er auf verschiedenen Baustellen, teils sogar auf Booten und Schiffen über ganz Turku verteilt, mitarbeiten durfte. So konnte jeder von uns wertvolle fachliche und persönliche Erfahrungen sammeln und den finnischen Arbeitsalltag hautnah erleben.
Kulturelle Erfahrungen
Während unseres Aufenthalts nahmen wir als Gruppe an einem Sprach- und Kulturkurs teil, der von einer sehr engagierten finnischen Frau geleitet wurde. In fünf gemeinsamen Treffen brachte sie uns nicht nur einzelne finnische Worte bei, sondern auch die Kultur und Lebensweise der Finnen näher. Gemeinsam mit ihr lernten wir Turku fußläufig kennen, besuchten eine traditionelle finnische Sauna, unternahmen eine Wanderung durch den Nationalpark und kochten typische finnische Gerichte. Bei unseren Treffen sprachen wir immer über unsere neuen Eindrücke, lernte mit ihr diese Erfahrungen einzuordnen und die finnische Kultur kennen zu lernen.
Geprägt war unser Aufenthalt auch durch unser Gruppengefühl und die geteilten Ausflüge, die wir unternahmen.
Ein sehr besonderes Erlebnis war unser Wochenendtrip nach Estland: Mit Zug und Fähre fuhren wir nach Tallinn, wo wir die wunderschöne Altstadt und die beeindruckende, hoch technologische Stadt und ihre Architektur bewunderten. Außerdem machten wir einen Ausflug nach Helsinki, um auch die finnische Hauptstadt zu erkunden. Ein weiteres Highlight war unser gemeinsames Wochenende in einem finnischen Ferienhäuschen (Mökki) direkt am Meer. Dort genossen wir die Ruhe, heizten die Sauna ein und wanderten durch typisch finnische Moorlandschaften.
Leben in Turku
Abends nach der Arbeit trafen wir uns oft, um weitere kleinere Reisen und Eindrücke in und um Turku herum zu sammeln, etwa ein Ice-Hockey-Spiel anzuschauen, in eine Bar zu gehen, die Schereninseln vor Turku zu überqueren, in der Sauna zu schwitzen oder zu kochen und sicher auch um eine Runde Karten zu spielen – jede*r von uns wird nun mindestens ein weiteres Kartenspiel gelernt haben.
Fazit
Rückblickend war unser Aufenthalt in Finnland eine unvergessliche Erfahrung – nicht nur beruflich, sondern auch menschlich. Wir haben viel gelernt, sind selbstständiger geworden und sind über uns hinausgewachsen.
Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Geschichten und schönen Erinnerungen im Gepäck ging es schließlich zurück nach Deutschland – und eines steht fest: Diese vier Wochen werden wir so schnell nicht vergessen.