Erfahrungsbericht Go.for.europeAuslandspraktikum in Tralee
Teilnehmende geben authentische Einblicke in den Arbeitsalltag ihres Auslandspraktikums: Katy berichtet über Erfahrungen, die sie in Tralee gemacht hat.
Vier Wochen in Tralee
Ich war bei Gilroy’s Green Energy Ltd., ein kleines Familienunternehmen mit ca. 11 Mitarbeitern. Bei Gilroy’s kann man sich als Privatperson Solarpanele und Wärmepumpen auf eigenem Grund installieren lassen. Für die Stadt führt Gilroy’s diese Arbeiten ebenfalls durch. Ich war als Unterstützung im Büro mit dabei und habe Eindrücke in den Arbeitsalltag dort erhalten.
Morgens wurde ich vom Chef oder meiner Kollegin abgeholt. Im Büro habe ich bei den verschiedensten administrativen und organisatorischen Aufgaben geholfen, dazu nachher mehr. Gegen 16 Uhr wurde ich nach Hause gebracht. Ich hatte das Gefühl, dass der Arbeitsalltag im Büro bei Gilroy’s viel entspannter ablief, als ich es von meinem Betrieb in Deutschland gewohnt war. Nicht weil es weniger zu tun gab, sondern weil alle etwas gelassener waren. Der Chef hat sich mit uns unterhalten, dauernd wurden Witze gemacht. Ab und zu kamen der Seniorchef, Mitarbeiter oder Lieferanten rein und haben sich mit uns unterhalten. Zwischenmenschliche Beziehungen schienen wichtiger, als die Menge an Aufträgen, die man digital erfasst hat. Das hat die ganze Atmosphäre viel gelassener wirken lassen. Mir wurde auch immer wieder gesagt, dass ich etwas langsamer arbeiten solle, weil ich zu schnell fertig war.
Zwar war ich mit Büroarbeit im Allgemeinen bereits vertraut, aber es war interessant, sich für einen Monat mit thematisch komplett anderen Dokumenten und Formularen zu befassen und Einblicke in neue Arbeitsabläufe zu erhalten. Ich habe den Eindruck, das Gesamttempo bei der Bearbeitung von Aufträgen war langsamer als in Deutschland, wodurch es nicht zu großen Zeitdruck gab. Es wurden aber auch Aufgaben an extern abgegeben, wie zum Beispiel elektrische Daten, die geprüft werden mussten. In dem kleinen Betrieb haben sich alle sehr freundschaftlich behandelt und ich habe mich sehr willkommen gefühlt.
Zu meinen Aufgaben gehörte das Ausfüllen von Arbeitserklärungen, Elektro-Zeugnissen, Bauabnahmebescheinigungen sowie Prüf- und Inbetriebnahme-bescheinigungen für den Elektriker. Digital habe ich SEAI-Förderanträge sowie NC6-Formulare für das Microgeneration-Scheme im Namen des Kunden erfasst und eingereicht. Ich war bei der gesamten Abwicklung von Kundenunterlagen vom ersten Angebot bis zum Abschluss des Auftrags dabei.
Fazit
Durch das Projekt Erasmus+ bekamen wir die Möglichkeit, einen Monat berufliche und kulturelle Erfahrungen in einem ausländischen Betrieb zu sammeln. Die Organisation unseres Aufenthalts war sehr gut. Wir wurden gut unterstützt, schon vor dem Aufenthalt und auch währenddessen, sodass man überall gut zurechtkam.
Es war eine unvergessliche Erfahrung.