Erfahrungsbericht Go.for.europeAuslandspraktikum in Carlow
Teilnehmende geben authentische Einblicke in den Arbeitsalltag ihres Auslandspraktikums: Emma und Johannes berichten über die Erfahrungen, die sie in Irland gemacht haben.
Vier Wochen in Irland
Wie startet man ein Auslandspraktikum? Das ist eine Frage, die uns dreien oft gestellt wurde. Durch Bekannte, Mitauszubildende oder ausgehängte Flyer in der Berufsschule sind wir auf diese Gelegenheit aufmerksam geworden. Die nächsten Schritte waren einfach: bewerben, warten und hoffen. Und tatsächlich bekamen wir alle die Gelegenheit.
Wir lernten uns bei einem Vorbereitungsseminar in Stuttgart kennen. Ganz entspannt und ohne Druck. Zusammen sprachen wir über irische Kultur, Sehenswürdigkeiten und auch unseren Ängsten. Auf diese Weise wurden, wenn vorhanden, Ängste beseitigt und die Vorfreude stieg.
Nun ging es ans Packen. Flüge und alle weiteren organisatorischen Angelegenheiten wurden von der HWK international übernommen.
Ankunft in Irland
In Irland angekommen lernten wir unsere Gastfamilien kennen. Von dort aus besuchten wir die Sprachschule und unsere Praktikumsbetriebe.
Das Praktikum dauerte insgesamt vier Wochen, wobei wir eine Woche die Sprachschule besuchten. Hierbei durften wir Sprachschüler aus China, Afghanistan, Syrien und den Niederlanden kennenlernen und unteranderem auch irische Nationalsportarten, wie Hurling und Gealic Football ausprobieren. Ebenfalls zeigten uns unsere Ansprechpartner, bzw. Lehrer unsere Arbeitsstellen für die kommenden drei Wochen. Während des Praktikums arbeiteten wir in unterschiedlichen Betrieben und machten deshalb auch unterschiedliche Erfahrungen.
Arbeiten in Irland
Emma (Zimmerin): „Ich durfte in einen kleinen Holzbaubetrieb schnuppern. Hier arbeiteten wir zu viert an einer Wohnsiedlung. Hierbei wurden die Häuser in Holzbauweise aufgerichtet. Für mich war es eine tolle Erfahrung, weil ich vieles von meinem handwerklichen Wissen anwenden und vertiefen konnte. Unteranderem waren klassische Zimmereraufgaben wie Aufrichten, Instandsetzen der Winddichtenebene, verschiedene Dachaufbauten und das klassische Einlatten des Dachs Teil meines Alltags. Mit meinen Arbeitskollegen und meinem Chef habe ich ein sehr gutes Verhältnis aufgebaut, weshalb die Arbeitstage stets kurzweilig und unterhaltsam waren.“
Johannes (Elektriker): „Ich war in einem kleinen Handwerksbetrieb untergebracht, in dem ich sehr schnell aufgenommen wurde. Die Arbeit war ähnlich wie in Deutschland. Sie umfasste Leitungen verlegen, Endverbraucher anschließen, Lampen montieren und Schlitze fräßen. Die Pausen mit den irischen Arbeitskollegen waren stehts unterhaltsam und man lernte abgesehen von den lokalen Arbeitsmethoden immer etwas dazu.“
Leben in Carlow
Und wie verlief unser Alltag, bzw. unsere Wochenenden?
Emma teilte sich mit einer anderen deutschen Auslandspraktikantin eine Gastfamilie und ein Zimmer. Johannes wohnte keine fünf Minuten Fußweg entfernt. Generell konnten wir in Carlow bzw. Irland sehr viel zu Fuß sehen und unternehmen. Beispielsweise nach dem Arbeiten trafen wir uns sehr oft und erkundeten die lokalen Pubs und Sehenswürdigkeiten.
Wir nutzten jedes Wochenende, um mehrtägige Ausflüge zu unternehmen. Wir besuchten verschiedene Teile von Irland, so z.B. Dublin, Tramore, Galway, Cliffs of Moher, Belfast und Cannemara.
Da wir uns bereits bei dem Vorbereitugsseminar gut verstanden hatten und alle gespannt auf Irland waren, hatten wir keine großen Hürden. So unterstützten und halfen wir immer einander. Nun aber zu dem wichtigsten Punkt.
Haben wir aus Irland gelernt?
Emma (Zimmerin): „Durch die 4 Wochen Irland hat sich mein Selbstbewusstsein in mich und meine Arbeit stark verbessert. Ich habe viel Zuspruch erhalten. Auch hat sich meine Kommunikation verbessert. Da ich in der Berufsschule kein fachspezifisches Englisch habe, war es eine Herausforderung, die ich jetzt nicht mehr missen möchte. Irland ist ein wunderschönes Land, in dem ich tolle Menschen kennenlernen durfte, die mich auch weiter in Deutschland begleiten!“
Johannes (Elektriker): „Mein Fachvokabular im Bereich der Elektrotechnik hat sich massiv verbessert, sowie mein Umgang mit Englisch im Alltag. Es war eine Riesenbereicherung und Erfahrung für mich und ich habe viel daraus gelernt. Ich würde es definitiv weiterempfehlen und die Erinnerungen nie vergessen.“
Fazit
Irland gab uns die Möglichkeit aus unserer Komfortzone auszubrechen und neue Erfahrungen zu machen.
Irland war für uns eine Erfahrung, die wir niemals missen möchten. Es ist ein Erlebnis, das uns gezeigt hat, dass sich der Schritt aus der Komfortzone definitiv lohnt!