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Wirtschaftsgipfel: Das forderte der Mittelstand in Brüssel

Unser Team um Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold sprach Ende Januar mit EU-Abgeordneten und Kommissionsmitgliedern.

"Die EU tut uns gut!" hätte das inoffizielle Motto des diesjährigen Wirtschaftsgipfels in Brüssel sein können. Auf Einladung des Wirtschaftsministeriums kamen im Januar Vertreter aus EU-Parlament und -Kommission zu Gesprächen mit baden-württembergischen Wirtschaftsverbänden zusammen.

Im Fokus: Chancen und Risiken von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) für den Mittelstand sowie aktuelle Herausforderungen mit Blick auf Brexit, Entsendung und Zoll, wie sie den Beratern von Handwerk International und den anderen Partnern im Enterprise Europe Network Baden-Württemberg täglich begegnen.

Europas starker Mittelstand muss von Digitalisierung profitieren können

 
„China und die USA preschen voran und drohen uns abzuhängen.
Digitalisierung und datenbasierte Geschäftsmodelle verändern zunehmend die Wertschöpfungsketten. Fachkräftemangel und eine oft unzureichende digitale Infrastruktur können sich dabei vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) international zu Wettbewerbsnachteilen entwickeln“, erklärte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold.

„Deshalb muss auf EU-Ebene schnell ein Rechtsrahmen geschaffen werden, der lokalen KMU und Handwerksbetrieben einen diskriminierungsfreien Zugang zu marktrelevanten Daten gewährleistet.“

Was Deutschland und Europa gegenüber den USA und China einzigartig mache, so Reichhold, sei ein breit aufgestellter, starker und innovativer Mittelstand als Partner einer ebenso starken Industrie.

 

Handwerk International-Beratungsleiter Michael Rössler mit Staatssekretärin Katrin Schütz und Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold (l.-r.).
Martin Stollberg
Handwerk International-Beratungsleiter Michael Rössler mit Staatssekretärin Katrin Schütz und Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold (l.-r.).

Gemeinsames Positionspapier

In einem gemeinsamen Positionspapier forderten BWHT, BWIHK sowie Genossenschaftsverband, Sparkassen- und Bankenverband in Baden-Württemberg, in den Bereichen KI und Digitalisierung einen stärkeren Fokus auf KMU zu legen – konkret:

  • mehr finanzielle Förderung
  • geringere bürokratische Hürden bei Ausschreibungen, Krediten und der Abwicklung von Fördergeldern
  • erleichterter Transfer zwischen Forschung, beruflicher Ausbildung und unternehmerischer Praxis

Positionspapier
"Digitalisierung gestalten, Mittelstand stärken"



Handwerk International Baden-Württemberg, Enterprise Europe Network Baden-Württemberg, Christoph Arnold

Christoph Arnold

Leiter Europapolitik

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