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Tanathip Rattanatum@pexels

Niederlande: Entsendemeldung ab 1. März 2020 Pflicht

Ab dem 1. März 2020 gilt auch in den Niederlanden eine Meldepflicht für ausländische Unternehmen aus der EU, dem EWR und der Schweiz. Prinzipiell sind alle Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden und in einigen Fällen auch Selbstständige betroffen. Die Niederlande gehören damit zu den letzten Staaten, die die sogenannte EU-Entsenderichtlinie umsetzt.

 Online-Meldeplattform

Die Meldeplattform fragt folgende Daten ab:

  • die Identität des Meldenden
  • Ihre Unternehmensdaten
  • Ihre Kontaktperson in den Niederlanden, wie in Artikel 7 des WagwEU umschrieben, es sei denn, Sie sind Selbständiger
  • die Daten des niederländischen Kunden / Auftraggebers
  • den Wirtschaftszweig, in dem Sie in den Niederlanden tätig sein werden
  • die Anschrift des Arbeitsplatzes
  • die voraussichtliche Dauer der Tätigkeit
  • die Identität der Person, die für die Auszahlung des Lohns zuständig ist
  • die Identität Ihrer eventuellen Arbeitnehmer
  • das Vorhandensein einer Entsendungsbescheinigung A1 oder eines sonstigen Nachweises, aus dem hervorgeht, wo die Sozialversicherungsbeiträge für Sie oder Ihre(n) Arbeitnehmer bezahlt werden, im Hinblick auf den Beitrag für die anwendbare Sozialversicherungsregelung

Wie in anderen europäischen Staaten auch, erfolgen bei Nicht-Einhalten der Meldepflicht und Nicht-Bereitstellen der geforderten Unterlagen (hohe) Bußgeldstrafen.

Über diese Meldung hinaus müssen Sie u.a. auch die Tariflöhne, die Arbeitsgesetze und weitere Pflichten, die in den Niederlanden gelten, einhalten.