Frankreich Entsendung
Handwerk International

Entsendung Frankreich: Online-Plattform aktualisiert

Die französische Entsendeplattform SIPSI ist u.a. nun auch auf Deutsch verfügbar. Für Anfang Juli 2019 werden weitere Entlastungen für Unternehmen erwartet, die regelmäßig in Frankreich aktiv sind.

Meldung vom 24.07.2019

Seit 16. Juli ist die aktualisierte französische Entsendemeldeplattform SIPSI mit neuen Funktionen online. Sie ist nun auch in deutscher Sprache verfügbar, eingegebene Daten können zwischengespeichert werden und auch „oft gestellte Fragen“ gibt es nun auf Deutsch.

Meldung vom 04.06.2019

Mit dem "Aachener Vertrag" haben Frankreich und Deutschland im Januar engere Beziehungen in zahlreichen Sektoren vereinbart. Anfang Juni wurde in einem "Décret Détachement" die Entsendung bereits für die Bereiche Sport, Kultur und Ausbildung erleichtert. Für Anfang Juli werden Entlastungen für Unternehmen erwartet, die regelmäßig in Frankreich aktiv sind. Wir informieren Sie, sobald die neuen Regelungen feststehen.

  

Stellungnahme Entsendung

des Zentralverbands des Deutschen Handwerks vom März 2019

  

Meldung vom 07.09.2018

Neues Gesetz bringt keine Entlastung

Viele Regelungen sind noch unklar, Strafen werden verdoppelt

Deutsche Unternehmen, die vorübergehend Mitarbeiter für bestimmte Tätigkeiten nach Frankreich entsenden, müssen auch in Zukunft mit erheblichem Verwaltungsaufwand rechnen. Ein Gesetz zur Neuregelung der Mitarbeiterentsendung wird wohl nicht die ersehnte Entlastung bringen. Hier werden die notwendigen Durchführungsbestimmungen mit Spannung erwartet.



Meldepflicht und Vertreterregelung könnten gelockert werden, Ausnahmen in Sicht

Der momentane Gesetzesstand enthält eine Fülle von unbestimmten Rechtsbegriffen, deren Bedeutung für deutsche Unternehmen, die in Frankreich tätig sein wollen, noch völlig unklar ist.

  • Bestimmte geschäftliche Aktivitäten sollen vereinfacht werden, wenn die entsandten Mitarbeiter nur für eine kurze Dauer oder zu einem einmaligen Einsatz in Frankreich sind. Für diese Aktivitäten entfallen in Zukunft die Vorab-Meldepflicht und die Pflicht einen (französischsprachigen) Vertreter vor Ort zu benennen. Welche konkreten Aktivitäten das französische Arbeitsministerium auswählen wird, ist indes noch nicht bekannt.
  • In einigen Fällen könnten auch die weitreichenden Pflichten verändert werden, Arbeits- und Lohndokumente ins Französische zu übersetzen und nach Frankreich beim jeweiligen Einsatz mitzuführen.
  • Die regional zuständigen Verwaltungsbehörden sollen deutschen Unternehmen, die „wiederkehrend“ Mitarbeiter nach Frankreich entsenden, für maximal ein Jahr erleichternde Einzelfallregelungen einräumen dürfen.

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Meldegebühr kommt nicht, die Kundenakquise wird einfacher

Neben vielen noch unklaren Dingen gibt es auch eindeutig Positives in dem neuen Gesetz:

  • Endgültig aufgehoben ist die mögliche Erhebung einer Verwaltungs- bzw. Meldegebühr von bis zu 50 € je entsandtem Mitarbeiter.
  • Es besteht keine Vorab-Meldepflicht, wenn ein Arbeitnehmer nach Frankreich entsandt wird, obwohl noch kein Vertragsverhältnis zwischen Arbeitgeber und besuchter Person besteht. Damit werden Messeentsendungen oder Besuche zur Kundenakquise ohne Meldung auch offiziell ermöglicht.




Strafen werden verdoppelt, Baustellenkarte bleibt unverändert

Bei aller Freude über die in Aussicht gestellten Erleichterungen gibt es auch eindeutig Negatives für die deutschen Handwerker:

  • Die Sanktionen für Verstöße wurden drastisch erhöht, nämlich auf bis zu 3.000 € Buße pro entsandtem Mitarbeiter.
  • Unverändert bleibt, dass ausländische Unternehmen bei jeder Entsendung im Baubereich, gegen eine Gebühr von 10,80 Euro, erneut je Arbeitnehmer eine „carte d’identification professionnelle BTP“ beantragen müssen. Bei französischen Arbeitnehmern gilt sie dagegen für die gesamte Dauer des Arbeitsvertrags.

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