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Corona-Virus: Wie umgehen mit Auslandsaufträgen?

Wie ist Auslandsgeschäft aktuell noch möglich und was ist mit anstehenden Aufträgen zu tun?

! Unsere generelle Empfehlung !

Bitte nehmen Sie in der aktuell extrem unsicheren Lage
keine neuen, kurzfristigen Auslandsaufträge an!

 
 

 Sie sind nicht im Ausland aktiv? Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) und die Handwerkskammern im Land bieten Informationen für den Betrieb vor Ort, etwa zu Kurzarbeitergeld, Entlastungsmaßnahmen oder Hygienevorschriften. 

Webinare der Handwerkskammern zu Fragen rund um Corona

 

Szenario 1: "Notfälle" sind weiterhin möglich

Die meisten europäischen Länder erlauben in ihren Grenzbestimmungen  die Einreise für ausländische Handwerker nur für sogenannte "Notfälle", unter "hoher Dringlichkeit" oder zur Erhaltung "systemrelevanter" oder "kritischer Infrastruktur". Damit sind vor allem Einsätze im Gesundheitswesen abgedeckt.

Eine verbindliche Definition für Aufträge außerhalb dieses Bereichs existiert nicht. Der Zugang zur Warmwasser- oder Stromversorgung in Privathaushalten etwa wird nicht einheitlich als Notfall eingestuft.

Was ist zu tun?

Generell sind die Fälle, die aktuell vor allem in den Grenzregionen auftreten, sehr individuell gelagert. Daher empfehlen wir Ihnen, sich hierzu grundsätzlich bei unseren Beratern zu melden.

0711 - 1657-444
info@handwerk-international.de

Zur Einstufung als "Notfall" ist es notwendig, dass Sie ggf. in Kooperation mit ihrem Kunden der jeweils zuständigen regionalen Aufsichtsbehörde bzw. der jeweiligen Gemeinde Auftrag und Situation schildern. Hilfreich sind in einzelnen Ländern auch formlose Bescheinigungen der Auftraggeber über die Dringlichkeit der Dienstleistungserbringung.

 

Szenario 2: Zukünftige Aufträge verschieben

Sie haben einen Auftrag angenommen, der zwar nicht kurzfristig, aber in den nächsten Wochen bzw. den nächsten 2-3 Monaten zu erfüllen ist?

Was ist zu tun?

Versuchen Sie, den Termin der Dienstleistungserbringung möglichst weit in die Zukunft zu verschieben, wenn möglich um ein dreiviertel Jahr/neun Monate. Nach der aktuellen Einschätzung der Lage sind frühere Ausführungstermine nicht einzuhalten.

 

 

Szenario 3: Lieferungen

Die Lieferung von Waren ist gegenüber der Dienstleistungserbringung weniger stark eingeschränkt. Die meisten EU-Staaten gewähren Frachtführern, ggf. nach Vorzeigen bestimmter Unterlagen, die Ein- oder Durchreise.

 

 

 

Themenseite Corona: Grenzverkehr in der EU mit Details zu einzelnen Ländern und Dokumenten-Vorlagen

Auslandsauftrag: Risiko bewerten

Neben den jeweils geltenden Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland und anderen Nationen muss jeder Betriebsinhaber individuell über Aufträge und Entsendung von Mitarbeitern entscheiden. Mit den folgenden 5 Schritten möchten wir Sie unterstützen, das Risiko für sich und Ihre Mitarbeiter einzuschätzen:

 

 

Checklisten zur Gefährdungsbeurteilung einer Entsendung imLeitfaden der International SOS Foundation

Schritt 1: Risikogebiet

Prüfen Sie, ob der Ort der Dienstleistungserbringung in einem Corona-Risikogebiet liegt:

Hier kann von einer "fortgesetzten Übertragung von Mensch zu Mensch" ausgegangen werden. Liegt für ein Land eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vor, können Arbeitnehmer  berechtigt sein, einer Entsendung in diese Gebiete zu widersprechen. Aktuell gilt eine weltweite Reisewarnung.
Quelle:BDA-Leitfaden Arbeitsrecht bei Pandemie

 

Rückkehrer:

  • Flugreisende aus den Risikogebieten müssen bei der (Wieder-)Einreise nach Deutschland mit Kontrollen rechnen und eine Aussteigekarte ausfüllen. Dies dient der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, wenn sich ein Mitreisender später als Träger des Covid-19 herausstellen sollte (Informationen siehe Auswärtiges Amt).
  • Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten unnötige Kontakte vermeiden und wenn möglich zu Hause bleiben. Entwickeln sich innerhalb von 14 Tagen Symptome, sollte ein Arzt telefonisch kontaktiert werden (Informationen siehe Bundesgesundheitsministerium).


Schritt 2: Einreise möglich?

Die meisten Länder haben zur Eindämmung des Corona-Virus die Ein- und Ausreise beschränkt bzw. verlangen nach Einreise eine zweiwöchige Quarantäne. Unter anderem für Unternehmer beliebte Märkte:

  • Dänemark
  • Estland
  • Frankreich
  • Litauen
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Russland
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • USA

 

Schritt 3: Gefährdete Personen

Prüfen Sie, ob sich unter den Entsendeten besonders gefährdete Personen befinden. Bei folgenden Personen wird von der Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs ausgegangen:

 



Schritt 4: Verkehrsmittel

Prüfen Sie, ob die Anreise mit einem individuellen Verkehrsmittel wie Pkw, Firmentransporter etc. möglich ist. Bei gemeinsamer Anreise im Firmenfahrzeug ist der mindestensabstand von 1,5 Metern einzuhalten sowie für eine regelmäßige, intensive Belüftung der Fahrgastzelle zu sorgen.

Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn, Flugzeug und Schiff sind laut Bundesgesundheitsministerium zu meiden bzw. extrem eingeschränkt.

 

 

 



Schritt 5: Haftung

Prüfen Sie bei der Auftragsannahme Ihre rechtliche Absicherung vor Strafen bei Corona-bedingter  Nicht-Erbringung von Leistungen im Ausland, da derzeit nicht absehbar ist, wie lange welche Regionen als Risikogebiete eingestuft und Reisebeschränkungen in kraft bleiben.

Da noch nicht abschließend geklärt ist, inwiefern die Corona-Pandemie rechtlich als Fall höherer Gewalt, der sogenannten "Force Majeur", eingestuft werden kann, sollten Sie Ihre Verträge von einem Rechtsanwalt prüfen lassen. Bei Neuverträgen empfehlen wir gegebenenfalls eine explizite Klausel zu Leistungsausfall aufgrund von Corona einzufügen. Aber auch die Regelungen zu höherer Gewalt sollten vorsorglich geprüft werden.

Für den Fall, dass die "Force Majeur"-Regelungen greifen, sollten Sie einen entsprechenden Nachweis der Unmöglichkeit mit Ursachen und Auswirkungen bezogen auf Ihren konkreten Einzelfall vorweisen können. Hierzu gehören auch Belege dafür, dass Sie alle Möglichkeiten zur Abwendung des Leistungsausfalls ausgeschöpft haben.

 

 

Kontakt:

0711 - 1657-444
 info@handwerk-international.de



Handwerkstag fordert schnelle Landeshilfen für KMU - Antragsformulare ab 25.03. erhältlich

 

Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold begrüßt das Vorgehen von Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut und fordert unbürokratische Hilfen für Handwerksbetriebe:

„Betriebsschließungsversicherungen zahlen bei weitem nicht in jedem Fall. Deshalb benötigen wir daneben ein Sofortprogramm, bei dem - wie bei den Frosthilfen 2017 - Betrieben, die Einbußen von mehr als 30 Prozent erleiden, 50 Prozent des Schadens über einen Landeszuschuss ersetzt werden.“

zur Pressemeldung des Baden-Württembergischen Handwerkstages



 

Rainer Reichhold Landeshandwerkspräsident
Sascha Baumann / all4foto.de

Landeshandwerkspräsident
Rainer Reichhold





Soforthilfen beantragen

Ab Mittwoch, 25.03., soll die Beantragung von Landeshilfen bereitgestellt werden. Für drei Monate betragen diese:

  • Betriebe bis 5 Mitarbeiter: bis zu 9.000 Euro
  • Betriebe bis 10 Mitarbeiter: bis zu 15.000 Euro
  • Betriebe bis 50 Mitarbeiter: bis zu 30.000 Euro

 

  • Antrag downloaden beim Wirtschaftsministerium
  • Antrag ausfüllen, ausdrucken und händisch unterschreiben
  • Einscannen oder abfotografieren
  • Pdf/Bilddatei im Online-Formular unter bw-soforthilfe.de hochladen
  • Prüfung durch die Handwerkskammern
  • Bewilligung und Auszahlung durch die L-Bank

 

 

Corona-Unternehmer-Hotline des Ministeriums:

0800 40 200 88

(Mo.-Fr., 9:00-18:00 Uhr)

Die Handwerkskammern bieten weitere Informationen zu den Anträgen zur Corona-Soforthilfe und
haben zum Betrieb vor Ort Sonderseiten und Hotlines eingerichtet:
 

Häufige Fragen zu Corona: Video der BZgA

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Nützliche Links 

Aktuelle Infos zu Corona in Baden-Württemberg

Corona: Fünf Tipps für die interne Kommunikation im Unternehmen (prreport.de)

Informationsseite des Sozialministeriums Baden-Württemberg

Artikel zu den Rechten und Pflichten von Unternehmern (handwerksblatt.de)



Hoefling_2020_Portraitzuschnitt STEFFENMUELLERFOTOGRAFIE

Thomas Hoefling

Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Region Stuttgart und Leiter Handwerk International

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-500
Fax 0711 1657-827
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Michael Rössler

Stellvertretender Leiter Handwerk International und Teamleiter Beratung

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-525
Fax 0711 1657-827
mr--at--handwerk-international.de

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Aline Theurer

Leiterin Europapolitik

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-252
Fax 0711 1657-827
at--at--handwerk-international.de

Coupe_2020_Portraitzuschnitt STEFFENMUELLERFOTOGRAFIE

Carmen Coupé

Außenwirtschaftsberaterin

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-227
Fax 0711 1657-827
cc--at--handwerk-international.de

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Heike Ganzhorn

Außenwirtschaftsberaterin

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-280
Fax 0711 1657-827
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Marcel König

Außenwirtschaftsberater

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-213
Fax 0711 1657-827
mk--at--handwerk-international.de

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Sandra Weingart

Außenwirtschaftsberaterin

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-279
Fax 0711 1657-827
sw--at--handwerk-international.de

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Sigrun Taschner-Tangemann

Enterprise Europe Network

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-302
Fax 0711 1657-827
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Alexandra Jahnke

Kommunikation

Heilbronner Straße 43
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Julia Heimerdinger

Assistentin des stellvertretenden Leiters

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-226
Fax 0711 1657-827
jh--at--handwerk-international.de

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Marijana Wagner

Assistentin der Leiterin Europapolitik

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-301
Fax 0711 1657-827
mw--at--handwerk-international.de